Vorbildhaft hält das Land an seinen sozialistischen Grundsätzen fest (Reisebericht + Fotos)

Kuba Infos wünscht ein gutes neues Jahr 2016. Als Start ins neue Jahr haben wir einen interessanten Reisebericht einer Kuba-Kennerin der Vereinigung Schweiz-Cuba für euch.

Enramadas
neu renovierter Boulevard “Enramadas” in Santiago de Cuba (Dezember 2015)

Zum 15. Mal bereise ich Cuba, und wenn ich vergleiche, was war und was ist, gibt es Bereiche mit grossen Unterschieden, andere mit praktisch keinen. Nun ist natürlich meine Sichtweise beschränkt, es ist die einer Touristin, allerdings einer Touristin mit Zugang zu Diskussionen mit Cubaner_innen aus unterschiedlichsten sozialen Gruppen. Mein Bericht ist von unserer Reise durch das Land geprägt und bezieht sich nicht auf die Situation in Havanna, mit der man sich speziell befassen müsste.

Das Land leidet nach wie vor unter der Blockade, dies ist offensichtlich. So ist es enorm schwierig, im Lande selbst die Infrastruktur auf Vordermann zu bringen und die Wirtschaft anzukurbeln. Die Regierung möchte die Landwirtschaft fördern und stellt Willigen zu besten Konditionen Land für den Anbau zur Verfügung. Wie aber soll das Land bebaut werden wenn keine Werkzeuge oder Traktoren zur Verfügung stehen? Ähnlich steht es wohl in vielen Bereichen, immer wieder scheitert vorhandenes „Know-how“ an materiellen Hürden. So kann ich es gut nachvollziehen, dass initiative, fantasievolle und unternehmungslustige Leute an eben diesen Gegebenheiten fast verzweifeln und – auch weil Cuba eine Insel ist, und man einmal etwas anderes sehen möchte – ihr Glück im Ausland versuchen wollen. Cubaner_innen können bekanntlich legal ausreisen, so sie denn das dazu nötige Geld haben und das Land, in welches sie reisen wollen, sie auch hereinlässt.

Das eben aktuelle „Stranden“ von über 3000 Cubaner_innen in Zentralamerika hat allerdings noch einen ganz anderen Grund: Da Cuba und die USA seit Dezember 2014 diplomatische Beziehungen aufgenommen haben, befürchten viele, dass der Cuban Adjustment Act („dry foot – wet foot“) bald aufgehoben werden könnte, welcher jedem/jeder Cubaner_in, der/die die USA erreicht, sofortige Staatsbürgerschaft und Privilegien gegenüber andern Lateinamerikaner_innen verspricht.

Vorbildhaft hält das Land an seinen sozialistischen Grundsätzen fest und dies ist natürlich nicht gratis: Der Staat garantiert den Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung für alle, zahlt für seine Bürger_innen täglich 11 Millionen Brote und einen Liter Milch für alle Kinder unter 7 Jahren. Und wie soll das alles berappt werden? In einem Land, dem kaum Kredite gewährt werden? Cuba muss importierte Lebensmittel meist cash in Dollar bezahlen. Diese Gratwanderung kann nur mit Hilfe des Tourismus bewältigt werden. Cuba schafft es nur mit grosser Mühe, die Infrastruktur einigermassen auf dem heutzutage von den Touristen verlangten Niveau zu halten; das feuchtheisse Klima und die salzhaltige Meeresluft nagen permanent an Holz, Metall und Farbanstrichen.

Angesichts dieser Situation erleben wir immer wieder Erfreuliches: Überall im Lande stellen wir mehr Bautätigkeit fest als je, sei dies privater Ausbau der eigenen Casa (häufig mit Hilfe von Bekannten aus dem Ausland) oder staatlicher Häuserbau.

staatlicher Häuserbau
staatlicher Häuserbau in Santiago de Cuba (Dezember 2015)

Santiago de Cuba hat sich innerhalb eines Jahres zur Perle gemausert. Nachdem die Stadt 2012 vom Wirbelsturm Sandy sozusagen flach gefegt wurde, hat sie sich unter dem landesweit berühmten ersten Sekretär des Exekutivbüros Lázaro F. Expósito zum 500. Jahr ihrer Gründung prachtvoll herausgeputzt. Das Zentrum ist weitgehend neu renoviert und beim vorher unbedeutenden Hafen entstand ein riesiges Areal mit Hafenmole, Kinderspielplatz, Flaniermeile, einem Restaurant und einer Brasserie.

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Die neu gebaute Hafenmole (Malecon) in Santiago de Cuba (Dezember 2015) Naherholungsgebiet und Flaniermeile für Einheimische und Touristen

Also, wer immer nach Cuba reisen möchte: Auf nach Santiago de Cuba – gerne helfen wir mit Infos und Adressen!

Ebenso erfreulich ist es, zu sehen und zu hören, dass ein grosser Teil der Bevölkerung mit beachtlichem Arbeitseinsatz und viel Energie hinter den Errungenschaften der Revolution steht und für diese kämpft. Und mit dabei ist auch die Jugend, sei es Denize, die sich als Vorsitzende der UJC (Union Junger Kommunisten) in Baracoa einsetzt oder Jorgito mit seinem Blog (http://jorgitoxcuba.wordpress.com). Der Besuch bei Jorgito und seiner Familie in Camaguey gehört zu den Highlights unserer Reise. Wir kannten den behinderten Jungen ja erst aus dem Film „El Poder de los Débiles“ – nun hatten wir Gelegenheit, die ganze Familie kennen zu lernen und Jorgito zu Hause zu erleben, sein Zimmer zu sehen, wo er am Computer arbeitet.

Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass sich jeder Einsatz für dieses Land und seine Bevölkerung lohnt – und nach den negativen Ergebnissen der Wahlen in Argentinien und in Venezuela mehr denn je.

Magdalena Hohl

PS:

Der Film “El Poder de los Debiles kann mit verschiedensprachigen Untertiteln bestellt werden:

Aus der Schweiz: http://www.cuba-si.ch/de/kontakt/

Aus Deutschland und Österreich per Mail:

oder online bei “Junge Welt: Junge Welt Shop

(Kubainfos)

Wir rufen europaweit zu Aktionen zur Solidarität mit dem sozialistischen Cuba auf! (UPDATE: Bilder einiger Aktionen)

Anbei ein paar Bilder von verschiedenen Aktionen in der Schweiz und Deutschland. (17.12.2015, 1. internationaler Solidaritätstag mit dem sozialistischen Cuba)

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Mahnwache “Fairplay for Cuba” in Bern, am 20.12.2015

 

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Mahnwache “Fairplay for Cuba” in Bern, am 20.1.2015

 

 mehr dazu auf der Seite der Vereinigung Schweiz-Cuba

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Das angestrahlte Karl-Liebknecht-Haus in Berlin am 17.12.2015

 

Auch Kuba Infos und die Vereinigung Schweiz-Cuba rufen zum internationalen Aktionstag zur Solidarität mit dem sozialistischen Kuba auf.

Egal ob farbig, laut oder in einer anderen Form: Jede Aktion hilft, auf die menschenverachtende Blockade gegen Kuba aufmerksam zu machen.

Seit selber aktiv und kreativ, oder beteiligt euch an einer der Aktionen:

Mahnwache vor dem Käfigturm in Bern Schweiz (ganztägig, ab 10 Uhr bis 20 Uhr)

Zu Aktivitäten für das sozialistische Cuba gibt es viele Gründe und Anlässe:
• Am 17. Dezember 2014 kündigten US-Präsident Barack Obama und der kubanische Staatspräsident Raul Castro an, sie würden einen Prozess der Verbesserung der Beziehungen beider Länder beginnen. Trotzdem ist das menschenverachtende US-Embargo noch immer in Kraft. Es hat das Ziel einen “System Change” zu provozieren!
• An jenem Tag wurden außerdem die restlichen drei der „Cuban 5“ nach 16 Jahren ungerechter Haft aus US-Gefängnissen entlassen.
• Am 10.12. wurde der internationale Tag der Menschenrechte begangen – und noch immer sind über einhundert Menschen im US-Lager Guantanamo gefangen. Dieses Gebiet ist unrechtmässig und unter Protest Kubas von den USA besetzt und muss sofort an Kuba zurückgegeben werden!

Weitere Infos und Flugblatt von Netzwerk Cuba:

http://www.netzwerk-cuba.de/aktuelles/wir-rufen-fuer-den-17-dezember-bundesweit-zu-aktionen-zur-solidaritaet-mit-dem-sozialistischen-cuba-auf.html

Für den Kommunismus!

(kubainfos)

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„In Kuba ist niemand arm!“

Wir haben einen Leserbrief zum Thema Armut und Kuba erhalten. Diese Lesermeinung möchten wir euch nicht vorenthalten. Wir empfinden es als äusserst wichtig, dass Menschen die nicht nur Kuba und Europa kennen sich zu Kuba äussern und diese Erfahrungen mit unseren Lesern teilen. Obwohl wir alle die Wahrheit kennen sollten, ist es immer wieder wichtig ,solche Berichte zu lesen und somit die Erfahrungen zu kollektivieren.

Beinahe wöchentlich erscheinen auch in den deutschsprachigen Medien diskreditierende Artikel über Kuba. Die Beiträge haben gemeinsam, dass sie mit extrem viel Unwissenheit und sogar Lügen gespickt sind. Vielfach wird geschrieben wie arm die Kubaner doch sind und wie sie doch noch in dieser ganzen Misere namens Sozialismus fröhlich und optimistisch sein können. 

Das tägliche (über-)Leben wird als harter Kampf bezeichnet. Wenn man die Artikel so liest, dann ist man sehr verwundert, dass das Land im Human Development Index  der Vereinten Nationen von 187 Ländern den 44 Platz belegt. Haben sich die Vereinten Nationen geirrt? Sie sind zwar nicht dafür bekannt, dass sie Kuba schönreden, ganz im Gegenteil. Oder verdrehen vielleicht die Medien die Wahrheit? Und was ist mit den Duzenden Kommentarschreiber auf Facebook die sich „Freunde von Kuba“ nennen und immer wieder betonen wie traurig die Situation in Kuba sei. Keine Freiheit, Armut überall Hunger, schlechte medizinische Versorgung etc.  Ich bemitleide diese Menschen sehr, denn sie sind Kleingeister, die die Welt nicht kennen und obwohl sie im reichen Europa leben, nicht mal das kleinste Mass an Allgemeinbildung besitzen.

Ich rechne so hart mit diesen Menschen ab, weil man nach zwei Minuten suchen im Internet wissen könnte, was Armut ist! Was Hunger und was Ungleichheit bedeutet. Mit ihren Aussagen, dass Kuba arm sei, schlagen Sie Milliarden wirklich armen Menschen die Faust ins Gesicht.

Ich hatte die Möglichkeit nach Indien zu reisen. Ich reiste nach Mumbai, nach Indore und auch nach Neu Delhi. Was ich an Armut gesehen habe, lässt sich kaum in Worte fassen. Kleinkinder die im Müll nach Essen suchen. Frauen die wegen Ehebruch gesteinigt oder bei lebendigem Leib verbrannt werden. Behinderte die 100km von der Zivilisation ausgesetzt werden, weil die Familie es unmöglich überleben würde, sich um das behinderte Kind zu kümmern. Häuser die aus Kuhfladen gezimmert wurden. Aus Tüchern, Palmenblättern und Plastikabfällen. Über 80 Millionen leben noch vom Jagen und Sammeln und wissen noch nicht mal was eine moderne Zivilisation ist. Die grosse Mehrheit bekommt weder Bildung noch minimale medizinische Betreuung. Geschweige denn kostenlos. Es zerriss mich die ganze Armut mit eigenen Augen zu sehen. Die Ungerechtigkeit, das Kastensystem, Diskriminierung, Armut, Hunger, Ausbeutung. Internationale Firmen die gut Geschäfte machen mit ihren Baumwollplantagen wo Inder zu sklavenähnlichen Löhnen Mehrwert für kapitalistische Firmen schaffen! Der Profit fliesst ins Ausland, die Umweltzerstörung, den durch die Industrie verursachten Wassermangel, bezahlt die Bevölkerung.

Wo sind hier die Menschen und Medien die kritisieren? Ich lese über Indien nicht jede Woche eine Kritik am (kapitalistischen) System, oder an der (demokratischen?) Regierung! Wer das Wort Armut in Zusammenhang mit Kuba in den Mund nimmt, sollte nach Indien reisen! Es geht mir nicht darum auf Indien rumzuhacken. Genauso gut hätte ich eines der 50 Länder am Ende der Human Development Index Rangliste nehmen können. Es geh mir darum, dass jeder der Kuba angreift in dem er die Wahrheit verdreht und es als arm bezeichnet, auch Milliarden wirklich armer Menschen attackiert und ihr Leid verharmlost und vom  wirklichen Schuldigen der Misere ablenkt: Dem Kapitalismus, der Reichtum für Wenige und Armut für die Mehrheit produziert!

Wer Kuba so verunglimpf t, entwürdigt die 1 Million ehemals blinden Menschen die dank Kuba durch die Operation Milagro das Augenlicht zurückgewonnen haben. Er entwürdigt die Millionen Afrikaner in Angola, Namibia und Südafrika die dank Kuba ihre Unabhängigkeit erhielten und sich vom Joch ihrer Unterdrücker befreien konnten. Er entwürdigt auch über 80% der Kubaner die der Revolution so viel Gutes zu verdanken haben und ohne nun nicht mal Lesen oder Schreiben könnten, in Zuständen wie in Indien leben müssten. Ohne medizinische Versorgung, ohne Würde, ohne Gleichberechtigung, in Ungerechtigkeit und in grosser Ausbeutung.

In Kuba ist niemand arm. Es ist eine Beleidigung, Menschen als arm zu bezeichnen, nur weil sie nicht so viel besitzen wie Menschen in Europa, die von dem kapitalistischen Ausbeutersystem direkt profitieren. Kubaner die Bedürfnisse nach  Smartphones, Computern und Auslandsreisen haben sind nicht arm. Kuba hat wirtschaftlich noch viel Potenzial nach oben. Dieses Potenzial wird es auch nützen und so werden die Bedürfnisse der Bevölkerung sich stetig weiterentwickeln. Dies ist auch gut so. Ein Bedürfnis der Kubaner wird jedoch auch weiterhin bleiben, sich für eine gerechtere, bessere und klassenlose Welt einzusetzen.

Es lebe die kubanische Revolution, die allen Widrigkeiten zum Trotz, wie ein Fels in der Brandung steht. Während die ganze Welt wankt, standhaft bleibt und dabei nicht müde wird internationale Solidarität praktisch zu leben und sich unermüdlich für die Armen und Schwachen, für die rechtlosen und Unterdrückten einzusetzen!

Es lebe Fidel und Raul, es lebe das revolutionäre kubanische Volk!

Solidarität mit dem indischen Volkskrieg!

Für den Kommunismus!

Venceremos!

Yisel, 31 Jahre (Kubanerin aus Santiago)

 

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Plakat des Bündnis gegen imperialistische Aggression zur Unterstützung der kommunistischen Guerilla in Indien. Der Volkskrieg richtet sich seit den 80er Jahren gegen Armut und feudal-kapitalistische Ausbeutung.

 

 

(Kubainfos)

Raúl Castro trägt sich ins Kondolenzbuch der französischen Botschaft ein

Der kubanische Präsident übermittelte die Solidarität des kubanischen Volkes mit den Familienangehörigen der Opfer der terroristischen Anschläge

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Raúl Castro Ruz trug sich in der Botschaft der Republik Frankreich in das Kondolenzbuch für die Opfer der terroristischen Anschläge ein. Foto: Estudio Revolución

Der Präsident des Staats- und des Ministerrats Raúl Castro Ruz besuchte am Montag die Botschaft der Republik Frankreich, um sich in das Kondolenzbuch für die Opfer der terroristischen Attentate, die am Freitag in Paris verübt worden waren, einzutragen.

Raúl schrieb: „Im Namen des Volkes und der Regierung Kubas möchte ich dem Volk und der Regierung Frankreichs unsere zutiefst empfundene Anteilnahme und unsere Solidarität mit den Familienangehörigen der zahlreichen Opfer dieser schrecklichen terroristischen Attentate vom 13. November, die wir entschieden verurteilen, übermitteln“.

(Kubainfos)

“Weg mit der Blockade gegen Kuba!”

Trotz der vorsichtigen Annäherung und den vielen netten Worten – Die Regierung der USA hat im 2015 das wirtschaftliche Embargo gegen Kuba sogar noch verstärkt! Eine Politik die auf die Verschlechterung der Wirtschaft Kubas abzielt und die Bevölkerung in die Armut und somit in die Unzufriedenheit mit dem Status Quo zwingen soll.

1. Mai in Kuba: "Nein zur Blockade"
1. Mai in Kuba: “Nein zur Blockade”

Letzte Woche musste  die französische Bank Crédit Agricole an die US-Behörden mehr als eine Milliarde Dollar bezahlen. Laut Bericht der OFAC habe die französische Bank 173 elektronische Überweisungen im Wert von etwas über 97 Millionen Dollar getätigt, die in Verbindung mit Kuba standen und über in den Vereinigten Staaten ansässigen Finanzinstitutionen gelaufen seien. Weiter wurden in den Bereichen Finanzen aus ähnlichen Gründen auch die Credit Suisse und die deutsche Commerzbank zu Sanktionen in Millionenhöhe verdonnert.

Auch in der Forschung traf es Firmen. Der amerikanischen Firma “Gen Tech Scientific” wurde verboten an Kuba das Gerät “Chromatographs of Agilent 5975C” zu verkaufen. Dieses Gerät wird in der Biochemie zum Bestimmen von Diagnosen und ebenfalls in der Forschung gebraucht.

Am 1. Juni 2015 weigerte sich die US-Firma “Sigma-Aldrich Corporation”, eines der weltweit führenden Unternehmen in der Herstellung von chemischen und biochemischen Produkten, die kubanische Firma “Quimimpex” mit dringend benötigten chemischen Produkten zu versorgen. Sigma-Aldrich teilte mit, dass Sie auf Grund der US-Sanktionen mit Kuba keinen Export, Re-Export und schon gar keinen Import tätigen dürfen. Auch der Verkauf oder die Lieferung von Waren, Dienstleistungen oder Technologie direkt oder indirekt sei verboten.

Am 2. Juni 2015, also nur einen Tag später, teilte die Firma Boiler Company, LLC mit, dass sie von “Quimimpex” bestellte Produkte, die für kubanische Wasseraufbereitungsanlagen gebraucht werden, nicht liefern könnten, da es Ihnen nicht erlaubt sei, Produkte an Kuba zu senden.

Dies sind nur einige wenige Beispiele die sich 2015 ereignet haben und Kuba sowohl finanziell, aber auch in der Forschung sehr stark geschadet haben.

Heute wird die internationale Gemeinschaft in den Vereinten Nationen wieder zur Blockade Stellung nehmen. Dabei wird es wieder zu einer Abstimmung kommen. Wie in den letzten Jahren werden sich wieder alle Länder auf die Seite von Kuba stellen. Spannend wird sein wie sich dieses Jahr die USA und Israel verhalten. Es waren die einzigen zwei Länder die jedes Jahr gegen die Aufhebung der Blockade gestimmt haben. Es könnte durchaus sein, dass zumindest Israel sich dieses Jahr der Stimme enthält. Auch auf Grund dessen, dass es von der US-Regierung über die Annäherung mit Kuba im letzten Dezember nicht mal informiert wurde. So oder so, wird die Blockade jedoch bestehen bleiben. Die kann nur der US Senat aufheben.

Die US Blockade gegen Kuba hat dem Karibik Staat einen enormen Schaden angerichtet. Die kubanische Tageszeitung “Granma” meinte in einem heutigen Leitartikel dazu:

Der jährliche Bericht mit dem Titel „Notwendigkeit der Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade gegen Kuba ein Ende zu setzen“ beziffert die Verluste, die sich im Verlauf der mehr als ein halbes Jahrhundert andauernden Aggression angehäuft haben (unter Berücksichtigung der Fluktuation des Goldwertes, auf 833) auf ca.75 Milliarden Dollar.

Nach Aussagen von Fachleuten ist dies eine konservative Berechnung, die in der Praxis um ein Vielfaches höher liegen kann, da die Blockade nicht nur die Mehrkosten beinhaltet, die dadurch entstehen, dass Kuba auf entfernte Märkte zurückgreifen muss, sondern auch die Verluste von vielen Millionen Dollar für Geschäfte, die dem Land entgangen sind, weil sie auch Furcht vor Sanktionen nicht zustande gekommen sind und die Verluste, die sich daraus ergeben, dass es Kuba nicht möglich ist, seine Produkte auf dem Weltmarkt zu verkaufen.”

Die Blockade bleibt eine absurde und moralisch unhaltbare Politik. Sie führt nicht dazu dem kubanischen Volk die Entscheidung zu verweigern sein eigenes politisches System zu wählen. Auch wird es nicht dazu führen, dass die Kubaner die Kontrolle über ihre eigene Zukunft verlieren. Dies hat der US-Präsident Obama anerkannt und muss nun endlich ein Ende nehmen!

(kubainfos)

Kuba: Brigade José Martí 2015 – Ein Reisebericht

Mit diesem Reisebericht von drei Schweizer Genossinnen verabschiedet sich das Kollektiv um Kubainfos für einige Wochen nach Kuba. :-)  Viel Spass beim lesen und ihr werdet ab Oktober wieder von uns hören. Unter anderem werden wir einen Artikel über Stadtentwicklung in Santiago de Cuba schreiben. Ein sehr spannendes Thema.

Bis bald!

Das Kubainfos Kollektiv

Die internationalen Arbeitsbrigaden haben in Kuba eine lange Tradition. Im Vordergrund steht die Solidarität mit dem kubanischen Volk. Schon seit Jahren interessierten wir uns für eine solche Reise. Wir wollten Kuba aus einer anderen Perspektive kennenlernen, fernab von den touristischen Klubferien in Varadero. Wir wollten die sozialpolitischen Errungenschaften Kubas kennenlernen. Die Geschichte der Revolution und die persönliche Wahrnehmung der Kubanerinnen und Kubaner selber hören.
Dieses Jahr war es dann endlich so weit. Wir flogen nach Havanna, wo wir am Flughafen spät in der Nacht von einem für die deutschsprachigen Brigadistas zuständigen Kubaner in Empfang genommen wurden. Nach einer kurzen Nacht erwachten wir in den frühen Morgenstunden im Campamento. Beim umherlaufen lernten wir Brigadistas aus ganz Europa und die im Campamento arbeitenden Kubanerinnen und Kubaner kennen.
Während fünf Halbtagen leisteten wir 157 Brigadistas aus 17 europäischen Ländern praktische solidarische Arbeit in der Landwirtschaft. Wir hätten nicht gedacht, dass es eine derart einfache Landwirtschaft ohne industrielle Maschinen überhaupt noch geben kann. Wir pflückten von Hand Guaven und legten sie auf einen von Ochsen gezogenen Holzkarren. Wir jäteten von Hand in Kürbisfeldern, düngten Bohnenpflanzen mit Kübeln. Dabei hatten wir die Ehre, kubanische Bäuerinnen und Bauern kennenzulernen. Sie erzählten von ihrem Leben, von Arbeit, Familie und Liebschaften. Diese Begegnungen werden für immer in unserer Erinnerung bleiben.
In zahlreichen Vorträgen wurden die kubanische Sozial- und Wirtschaftpolitik thematisiert und selbstkritisch hinterfragt. So versucht man seit 2010 durch Privatisierungen den wirtschaftliche Wachstum zu steigern. Dabei begegnet Kuba vielen Schwierigkeiten, auf die wiederum neue Lösungen gesucht werden müssen. An den sozialen Errungenschaften im Bereich der Bildung und der medizinischen Versorgung möchte Kuba aber selbstbewusst und kämpferisch festhalten. Die von den europäischen Teilnehmerinnen diesbezüglich geäusserten Sorgen wurden vehement und fast ein wenig brüskiert abgewunken. Der Sozialismus soll verbessert und nicht abgeschafft werden. Doch Änderungen in der Wirtschaftspolitik seien unumgänglich. Die Staatskassen sind leer. Dies äussert sich nicht nur in für Touristen sichtbare Probleme wie dem Zerfall der historischen Gebäude in der Altstadt Havannas. Die kubanische Bevölkerung leidet unter dem massiven materiellen Mangel. Die nationale Produktion ist viel zu niedrig, um die Bedürfnisse der eigenen Bevölkerung zu befriedigen, somit ist der Staat gezwungen, Güter zu importieren. Paradoxerweise stammt der überwiegende Teil der Importe aus den USA, trotz (immer noch bestehendem!) Handelsembargo. Das am längsten in der Geschichte andauernde Handelsembargo wurde zwar im Janaur 2015 gelockert. Diese Massnahmen genügen jedoch nicht, um den massiven ökonomischen Rückstand der kubanischen Wirtschaft im Vergleich zu den anderen Staaten aufzuholen. So fehlen beispielsweise Dialysegeräte, gewisse Medikamente wie Krebsmedikamente gegen Leukämie etc.

Einer der nächsten Schritte Kubas wird die Abschaffung der doppelten Währung sein. Zurzeit besteht die Landeswährung der kubanischen Pesos (CUP) und die von den Touristen verwendeten konvertiblen kubanischen Pesos (CUC). Wie man diese Umstellung konkret erreichen will ist jedoch noch unklar.
Ein grosses und abwechslungsreiches kulturelles Programm rundete das Programm ab. Jeden Abend fanden im Campamento Musikdarbietungen (Tanz und Livemusik) statt. Anschliessend wurde bis spät in die Nacht leidenschaftlich getanzt. Nicht selten kamen Anwohnerinnen und Anwohner des nahegelegenen Dorfes vorbei und feierten mit. Während über zwei Wochen begleiteten uns moderne, von den jungen Kubanerinnen und Kubanern innig geliebten Salsa- und Reggaetonrythmen in den Schlaf. Wir wurden von Gemeinden und in Kulturzentren zu Tanz- und Theratervorführungen eingeladen.
An den Nachmittagen bestand die Möglichkeit, auf dem zum Campamento gehörenden Feld Sport zu treiben. Sport hat in Kuba einen sehr hohen Stellenwert. Die jungen Kubanerinnen und Kubaner stellen beim Kennenlernen relativ schnell die Frage, welche Sportart man bevorzuge. Ein Höhepunkt war sicher der Besuch kubanischer Sportgrössen im Campamento. In einer langen und feierlichen Zeremonie übergaben ehemalige Olympiasieger den Siegern des Freundschaft-Wettlaufens, den die Brigadistas sich an diesem Tag vom nahegelegenen Dorf bis zum Campamento geliefert hatten, Blumen und Urkunden.

Natürlich gehörten Besuche von Monumenten und historischen Stätten ebenfalls zum Programm. Wir besuchten Santa Clara, die Stadt des Ché. Dort befindet sich das Mausoleum des Ché, sowie der Ort, wo die Revolutionäre den Zug der Regierungstruppen zum entgleisen brachten.
Wir waren erstaunt, wie demokratisch der Entscheidungsfindungsprozess auf politischer Eben eigentlich ist. Auf Gemeindebene kann sich jede und jeder, schwarz, mulattin oder weisse, unabhängig davon, ob man Mitglied der kommunistischen Partei ist oder nicht, zur Wahl aufstellen lassen. Teure und parteipolitische Kampagnen gibt es nicht. Für uns ein ungewohntes Bild: in den Parlamentssessel sassen auffällig viele Frauen und dunkelhäutigen Personen.

Vier Tage habe wir in Playa Giron, am karibischen Meer, verbracht. Dort gab es einen Swimmingpool und grosszügige Hotelbuffets. Unvergesslich in der Erinnerung bleibt das Baden im türkisblauen karibischen Meer. Sowie die tausenden am Boden herumlaufenden Krabben aller Grössen. Bekannt ist der Ort primär für den historischen Kampf in der Schweinebucht. Im Museum konnte man sich Panzer, Flugzeuge und einen Dokumentarfilm zu den Ereignissen anschauen. Ein wenig touristischer ist der Besuch der Krokodilfarm und die Nachbildung eines Dorfes von amerikanischen Ureinwohnern ausgefallen.

Am Ende der Brigade verfassten die Brigadistas eine Resolution. Darin ist eine Reihe von Forderungen an die jeweiligen Regierungen enthalten. Dazu gehören: Verleihung des Nobelpreises an die kubanischen Ärztinnen und Ärzte und Pflegerinnen und Pfleger für ihren Einsatz gegen Ebola in Afrika. Aufhebung der Wirtschaftsblockade gegen Kuba. Schliessung des US-Gefängnisses auf Guantanamo und Rückgabe des Bodens an Kuba.
Kuba ist ein Land voller Widersprüche und ein Land, das an grosser materieller Armut leidet. Doch ist der Einfallsreichtum und der Erfindergeist, mit welchen die Kubanerinnen und Kubanern die alltäglichen Schwierigkeiten meistern einzigartig. Die solidarische Grundhaltung, die grosse soziale Kompetenz, der revolutionäre Stolz und das immense Wissen der Kubanerinnen und Kubaner über das Geschehen in Europa und in der Welt haben uns stark beeindruckt. Umso gerührter waren wir über die Anerkennung der internationalen Solidarität für die Kampagnen zur Befreiung der 5 (Cincos).
Wir möchten auf jeden Fall bald zurückkehren und können jeder und jedem eine derartige Reise nur empfehlen.
VivaCuba!
Viva la Revolution!
Bea, Mina und Simu

Falls ihr nun auch Lust bekommen habt an einer Soli Brigade teilzunehmen, dann meldet euch.

Aus der Schweiz: www.cuba-si.ch

Aus Deutschland: www.fgbrdkuba.de

Aus Österreich: Netzwerk Kuba Österreich

(kubainfos)

Kuba – Komitees zur Verteidigung der Revolution (CDR)

Die CDR ent­stan­den zur Ab­wehr von kon­ter­re­vo­lu­tio­nä­ren Ak­tio­nen. In­zwi­schen er­fül­len sie eine Reihe von Auf­ga­ben, die weit über ihre ur­sprüng­li­che Funk­ti­on als “Auge und Ohr” der Re­vo­lu­ti­on gehen.

Logo des Komitees zur Verteidigung der Revolution (CDR)
Logo des Komitees zur Verteidigung der Revolution (CDR)

“Wir wer­den den An­grif­fen des Im­pe­ria­lis­mus ein Sys­tem der kol­lek­ti­ven re­vo­lu­tio­nä­ren Wach­sam­keit ent­ge­gen­set­zen, denn wenn sie den­ken, sie könn­ten das Volk be­sie­gen, wer­den sie eine schreck­li­che Nie­der­la­ge er­le­ben! Sie wer­den sehen, dass – wenn die Volks­mas­se sich or­ga­ni­siert – es kei­nen Im­pe­rialis­mus, keine La­kai­en der Im­pe­ria­lis­ten, keine In­stru­men­te des Im­pe­ria­lis­mus gibt, die sich be­we­gen kön­nen!” Mit die­sen Wor­ten hat Fidel Cas­tro nach Spreng­stoff­an­schlä­gen am 28. Sep­tem­ber 1960, rund ein­ein­halb Jahre nach der Re­vo­lu­ti­on, die Grün­dung der Comités de De­fen­sa de la Re­vo­lu­ción (CDR) be­kannt ge­ge­ben.

Die “Ko­mi­tees zur Verteidigung der Re­vo­lu­ti­on” wur­den als Nach­bar­schafts­or­ga­ni­sa­tio­nen for­miert, die als “Auge und Ohr” der kom­mu­nis­ti­schen Par­tei fun­gie­ren, um bei ver­däch­ti­gen Vor­komm­nis­sen die re­vo­lu­tio­nä­re Po­li­zei zu rufen. Die An­ge­hö­ri­gen der CDRs waren zu kei­nem Zeit­punkt als be­waff­ne­te Ein­hei­ten im Kampf gegen Kon­ter­re­vo­lu­tio­nä­re vor­ge­se­hen. Nach der ver­hin­der­ten US-In­va­si­on bei der Schwei­ne­bucht und dem damit ein­her­ge­hen­den Rück­gang der Ter­ror­ak­te ver­la­ger­te sich das Tä­tig­keits­feld zu­neh­mend auf so­zia­le As­pek­te der Nach­bar­schafts­ar­beit.

Ku­ba­ne­rIn­nen kön­nen ab dem 14. Al­ters­jahr in ein CDR ein­tre­ten, rund 85% der vom Alter her Be­rech­tig­ten sind in einem der 138.000 CDRs or­ga­ni­siert, die je nach lo­ka­ler Bau­wei­se einen Wohn­block oder einen Stras­sen­zug um­fas­sen. 58% der Or­ga­ni­sier­ten sind dabei Frau­en. Da­ne­ben gibt es teil­wei­se auch Kin­der­or­ga­ni­sa­tio­nen. Mehr als die Hälf­te der CDR-Mit­glie­der sind auch in der kom­mu­nis­ti­schen Par­tei oder im kom­mu­nis­ti­schen Ju­gend­ver­band or­ga­ni­siert. Die na­tio­na­le Or­ga­ni­sa­ti­on ist hier­ar­chisch über “Zonen” (Der Zu­sam­men­schluss von drei bis 15 CDRs) auf Ge­mein­de-, Pro­vinz- und na­tio­na­ler Ebene struk­tu­riert. In der Ver­wal­tung der CDR ar­bei­ten rund 2.000 be­zahl­te Per­so­nen, alle an­de­ren Ämter in­ner­halb der CDRs wer­den alle zwei­ein­halb Jahre über of­fe­ne Wah­len ver­ge­ben und auf frei­wil­li­ger Basis über­nom­men. Die ver­schie­de­nen Funk­tio­nen glei­chen den­je­ni­gen eines Quar­tier­ver­eins. Alle zwei Mo­na­te, bei dring­li­chen An­ge­le­gen­hei­ten auch häu­fi­ger, gibt es eine CDR-Sit­zung.

Ar­beit

Die CDRs über­neh­men unter an­de­rem die lo­ka­le Or­ga­ni­sa­ti­on von Wah­len, Blut­spen­de- und ande­re ge­sund­heits­po­li­ti­schen Ak­tio­nen, or­ga­ni­sie­ren im Ver­bund mit an­de­ren CDRs Ju­gend­räu­me und Sport­plät­ze und über­neh­men Rei­ni­gungs- und Re­cy­cling­ar­bei­ten im Quar­tier.

Die CDRs, die einen Wohn­block or­ga­ni­sie­ren, fun­gie­ren zudem als erste An­sprech­stel­le bei Pro­ble­men wie einem Was­ser­rohr­bruch oder Bau­schä­den, neh­men eine erste Ana­ly­se vor und ko­or­di­nie­ren die Ar­beit mit den zu­stän­di­gen staat­li­chen Stel­len. Damit agie­ren sie als Schnitt­stel­le zwi­schen der Be­völ­ke­rung und den Be­hör­den, was an­ge­sichts der oft­mals aus­ufern­den Bü­ro­kra­tie eine sehr wich­ti­ge Auf­ga­be ist. Die Kos­ten für not­wen­di­ge Mass­nah­men wer­den zu einem gros­sen Teil vom Staat über­nom­men, der Rest wird so­li­da­risch auf die be­trof­fe­nen Be­woh­ne­rIn­nen ver­teilt. So­li­da­risch be­deu­tet in die­sem Zu­sam­men­hang, dass Leute mit fi­nan­zi­el­len Pro­ble­men sich nicht be­tei­li­gen müs­sen. Ein wei­te­res Auf­ga­ben­ge­biet der CDRs ist die po­li­ti­sche Bil­dung. Da­durch wer­den die Per­so­nen­grup­pen, die nicht über die Ge­werk­schaft, die Stu­den­ten­or­ga­ni­sa­ti­on, die Frau­en­or­ga­ni­sa­ti­on oder in einer an­de­ren Form in den po­li­ti­schen Pro­zess ein­ge­bun­den sind, an ak­tu­el­len Dis­kus­sio­nen be­tei­ligt.

Eine wei­te­re Auf­ga­be der CDRs ist das Or­ga­ni­sie­ren von Frei­wil­li­gen­ar­beit. Dies be­trifft so­wohl die Ar­beit im Quar­tier, wie Bäume pflan­zen oder an­de­re Ar­bei­ten zur Ver­schö­ne­rung der Um­ge­bung, als auch die Mit­hil­fe bei land­wirt­schaft­li­chen Auf­ga­ben, sowie frü­her auch am Stras­sen­bau. In Frei­wil­li­gen­ar­beit und von den CDR ko­or­di­niert wer­den Heil­pflan­zen­gär­ten und Fa­mi­li­en­gär­ten an­ge­legt. Eben­falls in Frei­wil­li­gen­ar­beit er­stel­len viele CDRs ein Lo­kal­mu­se­um.

Da viele Ar­bei­ten von den Be­woh­ne­rIn­nen in den Wohn­blö­cken selbst aus­ge­führt wer­den, ist eine hohe Wert­schät­zung und Stolz für diese fühl­bar. So sind zum Bei­spiel die öf­fent­li­chen Stras­sen und Plät­ze auf Kuba ex­trem sau­ber. Die Au­to­rIn­nen die­ses Ar­ti­kels konn­ten selbst er­le­ben, dass Tou­ris­tIn­nen, die Ab­fall auf den Boden war­fen, von Ku­ba­ne­rIn­nen nicht über­trie­ben freund­lich dar­auf hin­ge­wie­sen wur­den, dass sie ihren Ab­fall doch in die be­reit­ste­hen­den Müll­ei­mer wer­fen sol­len, da die Stras­sen sich nicht von selbst rei­nig­ten.

Für ge­leis­te­te Ar­bei­ten gibt es für die Ku­ba­ne­rIn­nen Aus­zeich­nun­gen, meist in Form von Me­dail­len. Diese wer­den für be­son­de­re Diens­te an der Ge­sell­schaft ver­lie­hen, zum Bei­spiel für re­gel­mäs­si­ges Blut­spen­den oder die Mit­hil­fe bei der Al­pha­be­ti­sie­rungs­kam­pa­gne.

Si­cher­heit

Neben der so­zia­len Ar­beit bleibt wei­ter­hin die Si­cher­heit eine Auf­ga­be der CDRs. Durch die lo­ka­le Or­ga­ni­sa­ti­on der CDRs er­gibt es sich, dass die Leute sich meist von klein an ken­nen(1). Da­durch wird ein Ab­rut­schen von Per­so­nen in kon­ter­re­vo­lu­tio­nä­re Krei­se sehr schnell er­kenn­bar. Es gibt keine heim­li­che Be­spit­ze­lung, und die In­for­ma­tio­nen wer­den im Nor­mal­fall nicht zen­tral nie­der­ge­schrie­ben, son­dern die Nach­bar­schaft über­nimmt im ver­trau­ten Kreis die Funk­ti­on, kon­ter­re­vo­lu­tio­nä­re Ak­ti­vi­tä­ten zu er­ken­nen, und diese im Zwei­fels­fall den Be­hör­den zu mel­den. Aus­ser­dem wer­den wei­ter­hin nächt­li­che Pa­trouil­len ent­sandt, die in der Regel ruhig ver­lau­fen, und auch mehr auf die Ent­de­ckung von kri­mi­nel­len Akten aus­ge­rich­tet sind.

Durch die star­ke Ver­an­ke­rung der Ar­beit der CDRs, und auch durch die Of­fen­heit die­ser Ar­beit kön­nen die CDRs auf eine brei­te Mit­hil­fe zäh­len und rufen bei der Be­völ­ke­rung po­si­ti­ve Ge­füh­le her­vor.

An­mer­kung: (1) In Kuba gehen Miet­woh­nun­gen, nach­dem über den sub­ven­tio­nier­ten Miet­preis die Bau­kos­ten ab­be­zahlt wur­den, in den Be­sitz der Mie­te­rin­nen über und kön­nen auch ver­erbt wer­den.

Einen weiteren spannenden Erfahrungsbericht zu diesem Thema findet ihr bei “Berichte aus Havanna” . Eine kleine Zusammenfassung über die verschiedenen kubanischen Massenorganisationen findet ihr am Ende des Artikels “Der Propagandakrieg der USA und die kubanische Zivilgesellschaft”

(kubainfos, rabs / ag­kkbs, www.aufbau.org)

Palma Soriano feiert das 55 Jahre Jubiläum der FMC (Föderation der kubanischen Frauen)

Natürlich finden im ganzen Land Aktivitäten und Feierlichkeiten zum 55 Jahre Jubiläum der FMC statt. Da man im deutschsprachigen Raum leider fast nur Nachrichten aus Havanna liest, wird in diesem kleinen Artikel über die Aktivitäten in Palma Soriano berichtet.

Das Buch über Vilma Espin:
Das Buch über Vilma Espin: “el fuego de la Libertad”. Vorerst gibt es noch keine englische oder deutsche Übersetzung zum Buch

Die Freude bei allen Mitgliedern der FMC  steigt, denn der 55. Jahrestag der Gründung des kubanischen Frauenverbandes rückt immer näher. In Palma Soriano, einer Stadt in der Nähe von Santiago de Cuba, fanden schon die ersten Aktivitäten zu diesem Jubiläum statt.

Als Auftakt gab es in der Geburtsklinik “Mariana Grajales Coello”  verschiedene Veranstaltungen zum Thema “mütterliches Stillen”. Auch eine neue Anlaufstelle wo sich werdende Mütter informieren können wurde geschaffen.

Am 21. August 2015 findet dann die grosse Jubiläumsfeier statt. Du diesem Anlass wird das neue Buch über Vilma Espin, “El fuego de la Libertad” feierlich präsentiert werden. Unter Anderem mit einer Vorlesung, die auch Fidel Castros Gedanken zum Buch beinhalten werden. Anschliessend gibt es ein Fest bei dem alle Frauen und solidarischen Männer aus Palma Soriano eingeladen sind.

Übersicht über die verschiedenen kubanischen Massenorganisationen
Übersicht über die verschiedenen kubanischen Massenorganisationen.

(kubainfos)

Santiago erhält eine historische Straßenbahn (+Fotos)

Nach der Restauration und der Reperatur, wird in Santiago de Cuba eine antike Straßenbahn den neuen Malecón in Santiago de Cuba: “La Alameda”, mit der Avenida Juan Gualberto Gómez-Flor Crombet verbinden. Dies gab die kubanische Vizepräsidentin von Santiago de Cuba im kubanischen Fernsehen bekannt.

Das ist die neu restaurierte, antike Strassenbahn von Santiago de Cuba Foto:
Das ist die neu restaurierte, antike Strassenbahn von Santiago de Cuba
Foto: “El Chago”

Dieser alte Wunsch von Santiago wird keinen großen Beitrag gegen das Verkehrsproblem der Stadt leisten. Es wird aber eine weitere Attraktion sein, die Santiago de Cuba inmitten seiner Feier zum Jubiläum seiner Stadtgründung bereichern wird. Es wird die Zeit in Erinnerung rufen, als dieses Transportmittel in den Strassen von Santiago de Cuba zirkulierte.

Nach Abschluss des Karnevals wird dieses, in Santiago fast schon vergessene Verkehrsmittel, seinen Betrieb aufnehmen. Die Strecke hat eine Länge von insgesamt zwei Kilometer.

Gemäß historischen Aufzeichnungen wurde die Erste elektrische Straßenbahn Kubas, 1901 in Havanna in Betrieb genommen. Einige Jahre später, im Jahre 1908, wurde dieses alternative Nahverkehrsmittel auch in Santiago eingesetzt. Heute sind die Spuren zum großen Teil unter dem Asphalt versteckt. An verschiedenen Orten Santiagos kann man jedoch noch alte Gleise und Spuren der ehemaligen Straßenbahn entdecken.

Die Straßenbahnwagen wurden ursprünglich in Philadelphia USA gebaut und sind, auf Grund Santiagos vielen engen Gassen, eher kleinere Modelle.

(kubainfos)

Hier eine Bildersammlung der zukünftigen Straßenbahn von Santiago de Cuba:

Das ist die neu restaurierte, antike Strassenbahn von Santiago de Cuba Foto:
Das ist die neu restaurierte, antike Strassenbahn von Santiago de Cuba
Foto: “El Chago”
Das ist die neu restaurierte, antike Strassenbahn von Santiago de Cuba Foto:
Das ist die neu restaurierte, antike Strassenbahn von Santiago de Cuba
Foto: “El Chago”
Das ist die neu restaurierte, antike Strassenbahn von Santiago de Cuba Foto:
Das ist die neu restaurierte, antike Strassenbahn von Santiago de Cuba
Foto: “El Chago”
Das ist die neu restaurierte, antike Strassenbahn von Santiago de Cuba Foto:
Das ist die neu restaurierte, antike Strassenbahn von Santiago de Cuba
Foto: “El Chago”
Das ist die neu restaurierte, antike Strassenbahn von Santiago de Cuba Foto:
Das ist die neu restaurierte, antike Strassenbahn von Santiago de Cuba
Foto: “El Chago”
Das ist die neu restaurierte, antike Strassenbahn von Santiago de Cuba Foto:
Das ist die neu restaurierte, antike Strassenbahn von Santiago de Cuba
Foto: “El Chago”

Fidel Castros Rede an die Vereinten Nationen 1979 (Video)

Heute, am 26. Juli feiert Kuba den 62. Jahrestag der Attacke auf die Moncada Kaserne, die den Beginn der Revolution einläutete. Als kleinen Beitrag zu diesem wichtigen Feiertag, haben wir eine historische und noch immer sehr aktuelle Rede von Fidel Castro übersetzt:

Felicitaciones a todos los cubanos!

(kubainfos)